____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Worldâs Columbian Exposition
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Worldâs Columbian Exposition 1893 (auch The Chicago Worldâs Fair) war eine vom 1. Mai bis zum 30. Oktober 1893 in Chicago veranstaltete Weltausstellung, die neunzehnte ihrer Art. Die Ausstellung fand zum 400. Jahrestag der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus statt. Wegen der zu kurzen Vorbereitungszeit waren die im September 1891 begonnenen Bauarbeiten zur ErĂśffnungsfeier am 21. Oktober 1892 nicht vollständig beendet. Die offizielle ErĂśffnung konnte daher erst 1893, ein Jahr nach dem Jubiläum, stattfinden.cite-ref-1[1]
Contents
⢠Vorgeschichte
⢠Geschichte
⢠Die WeiĂe Stadt
⢠Die Beleuchtung
⢠VÜlkerschau
⢠Baukosten
⢠Auszeichnungen
⢠Siehe auch
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Vorgeschichte
Chicagos Stadtverwaltung begann ihre Kampagne als Gastgeber fĂźr die Ausstellung zum 400. Jubiläum von Christopher Kolumbus Landung in Amerika am 22. Juli 1889, als der BĂźrgermeister De Witt C. Cregiercite-ref-2[2] hundert BĂźrger mit der AusfĂźhrung des Vorhabens beauftragte. Darunter waren auch bekannte Namen wie der Bankpräsident Lyman Gage, Verleger Andrew McNally, Eisenbahn-Tycoon George Pullman, sowie der GeschäftsfĂźhrer von J.P. Morgan, Charles Schwab, die dabei halfen, fĂźnf Millionen in Aktien aufzubringen (500.000 Anteile jeweils zu 10 $), um zu beweisen, dass Chicago die Messe wirklich ausrichten wollte. Das Repräsentantenhaus hatte auch Bewerbungen von New York City, Washington, D.C. und St. Louis vorliegen. Am 24. Februar 1890 fiel die Entscheidung fĂźr Chicago â aber mit einer Auflage: Die Stadt musste zusätzlich die Summe von 5 Millionen Dollar aufbringen.
Jedoch war diese Forderung kein unßberwindliches Hindernis fßr die Befßrworter von Chicago als Messestadt. Die Liste der Zeichner umfasste G. B. Shaw, Präsident der American Loan & Trust Company; C. L. Hutchinson, Präsident der Corn Exchange, W. E. Hale, Präsident der Hale Elevator Company; W. J. Huiskamp von der Chicagoer Zeitung Times; O. W. Potter, Präsident der Illinois Steel Company; Potter Palmer, Immobilien-Tycoon und Besitzer des Palmer House Hotel; John B. Drake, Eigentßmer des Grand Pacific Hotel; und Stuyvesant Fish, Präsident der Illinois Central Railroad, so dass der Spendenaufruf bald vollbracht war. Eine Proklamation des Präsidenten, welche die Erfßllung der finanziellen Erfordernisse bestätigt, wurde am 24. Dezember 1890 herausgegeben und Chicago gehÜrte die Messe nun offiziell.cite-ref-3[3]
Am gleichen Tag wurden die groĂen ausländischen Nationen offiziell zur Teilnahme eingeladen. Moses P. Handy war Leiter der Abteilung fĂźr Ăffentlichkeitsarbeit und Werbung und im folgenden Jahr unternahmen die Initiatoren der Ausstellung Reisen nach Europa und Asien, um die Länder nachdrĂźcklich zur Teilnahme zu animieren.
Obwohl sich bereits eine Gesellschaft in Chicago gebildet hatte, um die Geldmittel aufzubringen, bestimmte der Kongress, dass eine Nationale Kommission als Aufsicht gebildet werden mĂźsse, bestehend aus jeweils zwei Mitglieder der Staaten und Territorien sowie weitere acht Mitglieder. Die nationale Organisation wurde als âCommissionâ bekannt und die Ăśrtliche als âDirektoratâ. Die beiden KĂśrperschaften wurden geleitet von Colonel George R. Davis, einem frĂźheren Soldaten und Senator, der auch Chicagos Anliegen im Kongress vorgebracht hatte. Nachdem diese beiden KĂśrperschaften auf Wunsch des Kongresses eingerichtet waren, konnten die Arbeiten fĂźr die Ausstellung endlich beginnen.
Geschichte
Die Ausstellung hatte starken Einfluss auf die Architektur und die Kunst der Zeit. Sie prägte Chicagos Selbstwahrnehmung und stärkte die Amerikaner in ihrer optimistischen Sichtweise des industriellen Fortschritts. Bisher war die Stadt lediglich als Schlachthof der Nation bekannt und kämpfte gegen ein provinzielles Image. Seit dem groĂen Brand von 1871 hatte Chicago jedoch eine rasante Entwicklung genommen.cite-ref-wdl-4-0[4] Drei Universitäten, 24 Theater und das 1891 gegrĂźndete Chicago Symphony Orchestra waren die Zeichen der kulturellen BlĂźte der Stadt. Die Ausstellung mit ihren weiĂen Gebäuden im Stil des Historismus sollte einen erheblichen Imagewechsel bringen.
Ăberwältigend schon durch die nie gesehenen Dimensionen war das Gesamtbild. In groĂartiger Harmonie wirkten die Lage und die Architektur der Ausstellungsgebäude, der Wasserflächen und Gartenanlagen zusammen. Urheber der Gestaltung der gesamten Anlage war der Chicagoer Architekt Daniel Burnham gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekten Frederick Law Olmsted. Die Gebäude wurden von verschiedenen Architekten im Stil der italienischen Renaissance errichtet. Zur Konstruktion wurden 20.000 t Eisen und 2,12 Millionen Raummeter Holz verwendet. Alle Gebäude â mit Ausnahme des rĂśtlich gehaltenen Baus fĂźr das Transportwesen â hatten ein leuchtend-weiĂes Aussehen. Die Ausstellungsfläche der Hallen war mit 81 ha fast viermal so groĂ wie bei der Weltausstellung in Paris (21,2 ha) im Jahr 1889. 70.000 Aussteller aus 46 Ländern nahmen an der Ausstellung teil, wobei 24.000 aus den USA kamen.
Die Ausstellung wurde am 1. Mai 1893 von Präsident Grover Cleveland im Jackson Park von Chicago erĂśffnet. Sie fand etwa zehn Kilometer sĂźdlich vom Hauptgeschäftsviertel von Chicago statt, umfasste 278 Hektar (davon 81 ha Ăźberdacht) und zog sich 2,4 km am Seeufer hin. Er erstreckte sich vom Seeufer bis zur Stony-Island-Avenue im Westen und von der 56. bis zur 67. StraĂe von Norden nach SĂźden.
Bereits am 27. April fand zudem im Hafen von New York das Columbian Naval Review, die Parade einer internationalen Flotte von 35 Kriegsschiffen, statt, an der neben den Vereinigten Staaten, Frankreich, Russland, Italien, und Spanien auch das Deutsche Kaiserreich beteiligt war. Es wurde durch die Seeadler und die Kaiserin Augusta vertreten.cite-ref-5[5]cite-ref-6[6]
Die Ausstellung sollte am 30. Oktober 1893 mit einer Schlussfeier beendet werden. Zwei Tage zuvor jedoch wurde der BĂźrgermeister der Stadt Chicago, Carter Harrison Sr., von einem Mann namens Patrick Eugene Prendergast ermordet. Wegen dieses Attentats wurde die Schlussfeier der Weltausstellung abgesagt.
Offizieller Fotograf der Worldâs Columbian Exposition war bis kurz vor ihrem Ende Charles Dudley Arnold (1844â1927); erst in den letzten Tagen der Weltausstellung wurde er durch William Henry Jackson (1843â1942) ersetzt. Das exklusive Recht, Stereo-Fotografien von dieser Weltausstellung anzufertigen, hatte hingegen Benjamin West Kilburn (1827â1909).
Die WeiĂe Stadt
Francis Davis Millet wurde Nachfolger von William Pretyman, der als Direktor fĂźr Farbe (director of color) zurĂźckgetreten war, weil er mit Daniel Burnhams Vorstellung von einer âWeiĂen Stadtâ nicht einverstanden war.cite-ref-7[7] UrsprĂźnglich sollte eine aufwendige, vielfarbige Bemalung jedes Gebäude unverwechselbar machen. Die Fassaden bestanden aus âStaffâ, einem leidlich haltbaren, aber auch leicht entzĂźndlichen Materialmix aus Gips, Zement und Jutefasern, ähnlich dem in Paris verwendeten Material. Weil die Zeit drängte, entschloss sich Millet nach einigen Experimenten fĂźr einen Mix aus Ăl und weiĂer Bleifarbe. Mit einer besonderen TĂźlle (DĂźse), die Ăźber einen Schlauch mit dem Farbbehälter verbunden war, konnte die Farbe jetzt aufgesprĂźht werden. DafĂźr wurde wesentlich weniger Zeit benĂśtigt als mit dem Farbauftrag per Pinsel. Somit gilt Millet als Erfinder der Farb-SprĂźhtechnik. Die weiĂen Fassaden und die nie zuvor in solchem AusmaĂ eingesetzte elektrische Beleuchtung des Ausstellungsgeländes sorgten bei Dunkelheit fĂźr imposante Effekte. Per Dekret des BĂźrgermeisters war verboten worden, im Umkreis der Ausstellung mit KohleĂśfen zu heizen.
Die Beleuchtung
Die General Electric Company von Thomas Edison hatte angeboten, die Ausstellung mit Strom zu versorgen, zu einem Preis von US $1,8 Millionen, den sie später auf $554.000 reduzierten. Die Westinghouse Electric Corporation hingegen, ausgestattet mit dem Wechselstrom von Nikola Tesla, schlug vor, die Columbian Exposition fĂźr $399.000 zu beleuchten. Sie erhielten den Vertrag. Es war ein historischer Moment, als Nikola Tesla und George Westinghouse der Ăffentlichkeit den Wechselstrom vorstellten. Mit der sogenannten Westinghouse-Stopper-Lamp umging Westinghouse Edisons Patent.cite-ref-8[8] Die Ausstellung allein verbrauchte dreimal so viel Strom wie die ganze Stadt Chicago. Jedes Gebäude am Court of Honor (Ehrenhof), einschlieĂlich des Manufactures and Liberal Arts Gebäudes, war mit weiĂen GlĂźhbirnen geschmĂźckt.cite-ref-9[9] Riesige Suchscheinwerfer â die grĂśĂten, die jemals hergestellt wurden, konnten noch in einer Entfernung von 60 Meilen (etwa 96 km) ausgemacht werden â waren auf dem Dach des Manufacturersâ-Gebäudes montiert und leuchteten Ăźber das Gelände und die Umgebung.cite-ref-10[10] In der âColumbian Fountainâ von MacMonnie waren groĂe farbige GlĂźhbirnen angebracht, die die Wasserkaskade beleuchteten.
VĂślkerschau
Während der Weltausstellung wurden auch VĂślkerschauen in Form von 17 sogenannten âethnografischen DĂśrfernâ gezeigt.cite-ref-11[11] darunter auch das âDahomey-Villageâ. Die Gruppe von 67 Westafrikanern wurde vom Impresario Xavier Pene, âeinem obskuren Unternehmer aus den franzĂśsischen Kolonienâ, fĂźr die Weltausstellung angeworben.cite-ref-rydell-12-0[12] Das âDahomey Villageâ lag auf Heinrich Umlauff und der Firma Hagenbeck gestalteten Hauptachse der Weltausstellung, dem Midway Plaisance, auf dem neben den verschiedenen ethnografischen DĂśrfer und auch ein âWorld's Museumâ zum Verkauf von Ethnographica aufgebaut worden waren.cite-ref-watson-13-0[13] Die Menschen des âDahomey-Villageâ wurden als âWildeâ inszeniert und in einem FĂźhrer zur Ausstellung war zu lesen: âDie Gewohnheiten dieser Leute sind abstoĂend. Sie fressen wie Tiere und weisen alle Merkmale der niedrigsten Stufe der Menschenfamilie auf.âcite-ref-rydell-12-1[12]
Baukosten
Hauptgebäude und deren Baukosten in US-Dollar:
⢠(Administration, Architekt: Richard Morris Hunt) Verwaltungspalast / 476.000
⢠(Agriculture, Architekten: Charles McKim, William Rutherford Mead, und Stanford White) Gebäude fßr Landwirtschaft / 698.000
⢠fßr Kunst / 758.000
⢠(Electricity, Architekten: Henry Van Brunt und Frank Howe) fßr Elektrizität / 447.000
⢠Kunstinstitut / 200.000
⢠(Fisheries, Architekt: Henry Ives Cobb) Gebäude fßr Fischerei / 447.000
⢠(Horticulture, Architekten: William L. Jenney und William B. Mundie) Gartenbau / 320.000
⢠(Machinery Hall, Architekten: Robert Peabody und John Stearns) Maschinenhalle / 1.235.000
⢠Kasinohalle und Peristyl (auf Vorschlag von Saint-Gaudens) Architekt: Charles B. Atwood / 314.000
⢠(Manufactures and Liberal Arts, Architekt: George B. Post) Gebäude fßr Industrie / 1.800.000
⢠(Mines and Mining, Architekt: Solon S. Beman) Bergbau / 291.000
⢠(Transportation, Architekten: Dankmar Adler und Louis Sullivan) Verkehrswesen / 558.000
Die Skulpturen, die im Freien standen, waren hauptsächlich Arbeiten von Augustus Saint-Gaudens, Frederick MacMonnies und Daniel Chester French. Eine komplette Liste, der Kßnstler, die auf der Ausstellung gearbeitet haben, wurde aufgelistet in dem Buch von Rossiter Johnson: A history of the World's Columbian Exposition held in Chicago in 1893; by authority of the Board of Directors. Volume 1. Narrative. Publisher: D. Appelton and Company New York, 1897.cite-ref-14[14]
Besondere Beachtung fand das Womanâs Building.cite-ref-15[15] Der US-Kongress rief einen Board of Lady Managers ins Leben, dessen Vorsitzende Bertha HonorĂŠ Palmer war. Das Gebäude der Frauen entwarf die Bostoner Architektin Sophia Hayden. Vom 15. bis 21. Mai fand hier der Weltkongress der Frauen statt, an dem ca. 3000 Frauen teilnahmen.cite-ref-16[16]
Frau Palmer hatte auch groĂen Einfluss bei der Auswahl der im Kunstpalast gezeigten Gemälde. Auf ihr Betreiben hin wurden in groĂem Umfang franzĂśsische impressionistische Gemälde gezeigt, zu einer Zeit, als diese noch in keinem europäischen Museum zu sehen waren.
Unter anderem wurden Fotografien der UnberĂźhrtheit als auch der Inbesitznahme des amerikanischen Westens durch die technische Zivilisation von William H. Jackson ausgestellt, wie sie bisher nicht in der groĂen Ăffentlichkeit zu sehen waren, die von Modellen der Wohnstätten der Anasazi-Indianer von Mesa Verde ergänzt wurden.
AusstellungsstĂźcke
Weiter sind hervorzuheben:
⢠aus den USA:
⢠Darstellung der Tätigkeit der Unionsregierung im Government Building
⢠Blockhäuser der Einzelstaaten mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen
⢠Obstgruppen aus Florida
⢠kalifornische Kakteen
⢠versteinerte HÜlzer aus Arizona
⢠Diamantwäschereien
⢠Schiffsmodelle
⢠Eisenbahnzßge von 1840 bis zum neuesten Pullmanwagen
⢠Lokomotive Nr. 999 der New York Central & Hudson River Railroad
⢠Gruppen der Westinghouse Electric Company und der General Electric Company
⢠Goldschmiedearbeiten von Tiffany & Co. in New York
⢠Louis Comfort Tiffany erwarb sich seinen Ruf mit einer erstaunlichen Kapelle, die er eigens fßr die Ausstellung entworfen hatte. Das Innere der Kapelle war zu sehen in der Ausstellung der Firma Tiffany & Co,cite-ref-18[18]cite-ref-19[19]
⢠clasp locker, der Vorläufer des ReiĂverschluss
⢠die Geschirrspßlmaschine
⢠die Popcornmaschine von Charles Cretors
⢠der neueste Phonograph von Thomas Edison, mit dem man bereits ganze Opern abspielen konnte
⢠Die Firma Bell bot erstmals Langstreckentelefonate nach Boston und New York an
⢠aus Deutschland:
⢠âChocolade-Tempelâ auf dem von Ludwig Stollwerck organisierten Stand der GebrĂźder Stollwerck
⢠Gruppen der KÜniglichen Porzellanmanufaktur in Berlin
⢠Ausstellung des Schul- und Universitätswesens des VDI
⢠Gruppen von Siemens & Halske, Felten & Guilleaume
⢠die Thßringer Spielwaren
⢠der Pavillon der Krupp-Gussstahlfabrik (âKrupp Gun Exhibitâ)
⢠des Deutschen Berg- und Hßttenwesens mit allein ßber 50 Exponaten des Oberharzer Bergbauscite-ref-21[21]
⢠Hagenbeckâs Menagerie
⢠aus Ăsterreich:
⢠Rekonstruktion einer Häuserzeile Alt-Wiens,cite-ref-22[22] ßbernommen von der Wiener Musik- und Theaterausstellung 1892
⢠kunstgewerbliche Meisterwerke
⢠aus den Niederlanden:
⢠The Dutch House, eine Kopie des Rathauses in Franeker und Ausstellungsgebäude der Schokoladenfabrik Van Houten
⢠aus der Schweiz:
⢠Genfer Uhren
⢠aus Frankreich:
⢠Juwelen, Parfßmerien, Seidenstoffe und Damenkonfektion
⢠âDer Kussâ von Auguste Rodin, dargeboten hinter einem Vorhang und nur männlichen erwachsenen Besuchern gegenĂźber.
⢠aus GroĂbritannien:
⢠Eine vierzylindrische Dampflokomotive mit dem Namen James Toleman und elliptischem Kessel
⢠Die Verbundlokomotive Queen Empress der London and North Western Railway
⢠aus anderen Kulturkreisen:
⢠The Cairo Street â Midway Plaisance - Worldâs Columbian Exposition 1893
⢠Das Samoa-Dorf in Midway Plaisance
⢠Das tßrkische Zelt mit der prachtvollen Ausstattung kostete $100.000. Das Photo wurde mit Blitzlicht aufgenommen
Historisch interessant waren die Nachbildungen
⢠eines Wikingerschiffes (die Viking), ein Nachbau des norwegischen Schiffes âGokstadâ, war in Norwegen gebaut und von 92 Seeleuten Ăźber den Atlantik gesegelt worden.
⢠der drei Karavellen des Entdeckers Christoph Kolumbus âPintaâ, âSanta MarĂaâ und âNiĂąaâ.
⢠des Blockhauses, in dem Abraham Lincoln geboren wurde.
Alles wurde ßberragt von einem Riesenrad Ferris Wheel mit 36 Gondeln mit jeweils 40, insgesamt also 1440 Sitzplätzen. Es wurden aber auch bis zu 2.000 Personen befÜrdert.
Von den zahlreichen Gebäuden sind seinerzeit nur vier stehen geblieben:
⢠das Art Institute of Chicago (diente als Kongress-Zentrum der Weltausstellung)
⢠das Deutsche Haus, das der Stadt vom Deutschen Reich geschenkt worden war. Architekt Karl Hoffacker (1856â1919) lieĂ sich bei der Gestaltung vom Rathaus in Rothenburg ob der Tauber inspirieren.
⢠das Kunstgebäude (heute Museum of Science and Industry)
⢠das Kloster La Råbida, das zu einem Krankenhaus umgebaut worden war
Die Ausgaben betrugen 25,5 Mio. US-Dollar, die Einnahmen lagen bei 28,1 Mio. US-Dollar. Der reine Ăberschuss betrug schlieĂlich 1,8 Mio. US-Dollar bei einer Besucherzahl von 27.300.000.
deutsches-haus
Auszeichnungen
Der âChocolade-Tempelâ auf dem von Ludwig Stollwerck organisierten Stand der GebrĂźder Stollwerck wurde mit der Columbus-Medaille ausgezeichnet. Diese trägt die Aufschrift âWORLDS COLUMBIAN EXPOSITION IN COMMEMORATION OF THE FOUR HUNDREDTH ANNIVERSARY OF THE LANDING OF COLUMBUS MDCCCXCII - MDCCCXCIII. GEBR. STOLLWERCKâcite-ref-23[23]
Charles Brady King erhielt fĂźr seinen Niethammer eine Bronzemedaille.
Siehe auch
Zusammenfassung der Weltausstellung 1893 in Chicago
⢠Dauer: 1. Mai â 30. Oktober 1893, ErĂśffnung am 1. Mai 1893 durch Präsident Grover Cleveland
⢠Ort: Jackson Park am Ufer des Michigansees
⢠Planungs-/Baubeginn: 1882/September 1891
⢠Wahrzeichen: âWhite Cityâ, Ausstellungspaläste, Ferris Wheel â Riesenrad im VergnĂźgungsviertel Midway Plaisance
⢠Organisation:
⢠Nationale Kommission mit 108 Mitgliedern (Präsident: Thomas W. Palmer), verantwortlich fßr Grundsatzentscheidungen und Aufsicht ßber das Organisationskomitee,
⢠die Worldâs Columbian Exposition Corporation: Verantwortliche des Organisationskomitees: Präsident Harlow Higinbotham, Generaldirektor der Ausstellung Colonel George R. Davis
⢠Chefarchitekten: Daniel Hudson Burnham, John Wellborn Root, â Januar 1891, ersetzt durch Charles B. Atwood
⢠Geländegestaltung: Frederick Law Olmsted mit Henry Sargent Codman, â Januar 1893, ersetzt durch Charles Elliot
⢠Fläche: Insgesamt 278 Hektar, davon 40 Hektar fßr die ßber 200 Ausstellungsgebäude
⢠Aussteller: 70.000, davon 25.000 aus Amerika, 4.000 aus Deutschland, 2.700 aus Frankreich, 2.200 aus GroĂbritannien, 1.100 aus Russland
⢠Klassifikation: 12 Sektionen, 172 Gruppen, 917 Klassen
⢠Ausländische Teilnehmerstaaten: 45
⢠Besucher: 27.529.400, davon 4.348.760 nicht zahlende Gäste
⢠Eintrittspreise: Erwachsene: 0,50 Dollar; Kinder von 6â12 Jahren: 0,25 Dollar
⢠Ausgaben: 28.151.168 Dollar
⢠Einnahmen: 28.448.524 US-Dollar (aus Eintrittskarten, Konzessionen, Subventionen und Subskriptionen)
⢠Kongresse: 55 Kongresse, gewidmet Themen wie z. B. âFortschritt in Wissenschaften und Gesellschaftâ, âEntwicklung der Welt in intellektueller, moralischer und materieller Hinsichtâ
⢠Jurymitglieder: 852 Mitglieder, aufgeteilt in 13 Komitees, entsprechend den 13 Abteilungen der Ausstellung
⢠Teilnehmer am Wettbewerb: 65.422 Aussteller
⢠Auszeichnungen: 23.757 Bronzemedaillen mit Diplom, in dem die Qualitäten des Produkts detailliert beschrieben wurden, verliehen an 21.000 Aussteller
Siehe auch
Literatur
⢠Stanley Appelbaum: The Chicago Worldâs Fair of 1893. A photographic record. Photos from the collections of the Avery Library o Columbia University and the Chicago Historical Society. Dover Publications, New York NY 1980, ISBN 0-486-23990-X.
⢠Friedrich Dernburg: Aus der WeiĂen Stadt. Spaziergänge in der Chicagoer Weltausstellung und weitere Fahrten. Springer, Berlin 1893 (Digitalisat ULB Darmstadt).
⢠Gay L. Dybwad, Joy V. Bliss: Annotated bibliography. Worldâs Columbian Exposition, Chicago 1893. Book Stops Here, Albuquerque NM 1992, ISBN 0-9631612-0-2.
⢠Wolfgang Friebe: Architektur der Weltausstellungen. 1851 bis 1970. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1983, ISBN 3-17-007722-8.
⢠Erik Larson: The Devil in the White City. Murder, Magic, and Madness at the Fair That Changed America. Crown Publishers u. a., New York NY 2003, ISBN 0-609-60844-4 (auf Tatsachen basierender Roman um den Architekten Daniel Hudson Burnham und den SerienmÜrder H. H. Holmes; deutsch: Der Teufel von Chicago. Ein Architekt, ein MÜrder und die Weltausstellung, die Amerika veränderte (= Fischer 15391). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-15391-3).
⢠Erik Mattie: Weltausstellungen. Belser, 1998, ISBN 3-7630-2358-5.
⢠Adolf Wermuth: Amtlicher Bericht ßber die Weltausstellung in Chicago 1893 erstattet vom Reichskommissar. 2 Bde. gedruckt in der Reichsdruckerei, Berlin 1894
⢠Henry Davenport Northrop: Columbian Weltausstellung, Kapitel 50 in: KÜnigin der Republiken, oder Eine ausfßhrliche Geschichte der Vereinigten Staaten von der Entdeckung des Amerikanischen Kontinents bis zur Gegenwart. Prachtvolle Beschreibung der Columbian Weltausstellung.
⢠Memorial Volume. Dedicatory and Opening Ceremonies of the Worldâs Columbian Exposition. Historical and Descriptive, as authorized by Board of Control. With Illustrations. Publisher: Stone, Kastler & Painter, Chicago, 1893
⢠Benjamin Cummings Truman: History of the Worldâs fair; being a complete description of the Worldâs Columbian exposition from its inception. Publisher: Mammoth publishing company Chicago, 1893
⢠The dream city: a portfolio of photographic views of the World's Columbian Exposition with an introduction by Prof. Halsey C. Ives, Chief of the Department of Fine Arts. Published weekly by N. D. Thompson publishing co., St. Louis 1893
⢠Columbische Weltausstellung in Chicago 1893. Amtlicher Katalog der Ausstellung des Deutschen Reiches. Verlag: Reichsdruckerei Berlin, 1893
⢠BĂźcher Ăźber die Columbian Exposition 1893 im Internet Archive â online zu lesen
⢠Istvån Ormos: Cairo in Chicago : Cairo street at the world's Columbian exposition of 1893, Le Caire : Institut Francais d'ArchÊologie Orientale (IFAO), 2021; ISBN 978-2-7247-0766-3
Weblinks
Commons
: Worldâs Columbian Exposition
â Album mit Bildern
Commons
: World's Columbian Exposition
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠Worldâs Columbian Exposition. Bureau International des Expositions (englisch). Abgerufen am 24. März 2017.
⢠World's Columbian Exposition 1893, Official Catalogue. W. B. Conkey Co., Chicago 1893
⢠The Worldâs Columbian Exposition: Idea, Experience, Aftermath â Webausstellung der University of Virginia (englisch)
⢠Worldâs Columbian Exposition of 1893 â Dokumentation des Illinois Institute of Technology
⢠Souvenir of the Worldâs Columbian Exposition in photo-gravure, A. Wittemann, Chicago 1893 â Photoalbum
⢠idem - Columbusâ drei Caravellen: Nina, Pinta, Santa Maria
⢠idem - Forestry, Leather and Krupp Buildings
⢠idem - The German Village â Das Deutsche Dorf â Midway Plaisance
⢠The Worldâs Columbian Exposition in Chicago Historical Society
⢠Foto des Deutschen Hauses auf der Weltausstellung, Dachziegelkatalog Ludowici 1902
⢠Ausstellung einer Dampfmaschine der Firma Gieseler
⢠Die grossen Sieger im Stromkrieg â Nikola Tesla & George Westinghouse
Einzelnachweise
cite-note-11. â Die Weltausstellung 1893 in Chicago: Vorgeschichte (Memento vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive), expo2000.de, abgerufen am 5. März 2011
cite-note-22. â Biography DeWitt Clinton Cregier, Mayor of Chicago, 1889â1891
cite-note-33. â Sell the cookstove if necessary and come. You must see the fair. Author Hamlin Garland in a letter to his parents, 1893
cite-note-wdl-44. â Bird's-Eye View of the World's Columbian Exposition, Chicago, 1893. In: World Digital Library. 1893, abgerufen am 17. Juli 2013.
cite-note-55. â Benjamin Cummings Truman: History of the World's fair: being a complete description of the World's Columbian exposition from its inception. Mammoth Pub. Co., 1898, S. 137 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-66. â Ljubo Vujovic und Marko Vujovic: World's Columbian Exposition in Chicago in 1893-Tesla Society of New York. Abgerufen am 26. Oktober 2013.
cite-note-77. â Pretyman in Newberry Library
cite-note-88. â Carbon "Stopper" Lamp with Adapter in the Smithosian
cite-note-99. â Die Messe beleuchtet bei Nacht
cite-note-1010. â Riesige Scheinwerfer auf dem Dach des Manufacturersâ Building
cite-note-1111. â Balthasar Staehelin: VĂślkerschauen im Zoologischen Garten Basel. Basel 1993 S. 27.
cite-note-rydell-1212. â Robert Rydell: Afrikaner in Amerika. Afrika-DĂśrfer bei internationalen Ausstellungen in Amerika (1893â1901). In: Pascal Blanchard u. a. (Hrsg.): MenschenZoos. Schaufenster der Unmenschlichkeit. Hamburg 2012, S. 353â61, hier S. 356 f.
cite-note-watson-1313. â Brian Watson: 1893 World's Columbian Exposition. Online unter: Benjidog Historical Research Resources, 23. Oktober 2024, abgerufen am 3. September 2025.
cite-note-1414. â The complete list of Artists employed by the exposition â from painters to sculptors â page 177-180
cite-note-1515. â World's Columbian Exposition, 1893: Official catalogue: pt. XIV, woman's building. Edited by The Department of Publicity and Promotion, M. P. HANDY, Chief. A description of the Woman's Building at the 1893 Worldâs Columbian Exposition, along with a list of all exhibits contained therein. Publisher: W.B. Conkey Co.,Chicago 1893
cite-note-1616. â The Worldâs Congress of Women â Page 301/302 in: Alfred Sidney Johnson, Clarence A. Bickford, William W. Hudson, Nathan Haskell Dole: The Cyclopedic review of current history, Band 3
cite-note-1717. â The Jackson Park "L" station
cite-note-1818. â The chapel interior was installed in the Tiffany & Co. (the jewelry firm founded by his father) pavilion in the Manufactures and Liberal Arts Building.
cite-note-1919. â Description of the Tiffany-Chapel exhibited at the Worldâs Columbian Exposition in Chicago 1893, An automated lighting system in the chapel cycles through four two- to three-minute settings, each a new visual interpretation of the space. The Charles Mosmer Morse Museum of American Art in Winterpark, Florida
cite-note-2020. â : âPopular Science Monthlyâ/Volume 44/November 1893 âElectricity at the World's Fairâ - Part II By Charles Marshall Lungren, Prof. Elisha Gray and the teleautograph transmitter and receiver â page 52-54
cite-note-2121. â Ausstellung des Deutschen Berg- und HĂźttenwesens, Chicago 1893, Buchdruckerei W. Koebke, Berlin 1893
cite-note-2222. â Die Original Wiener Bäckerei an der Midway Plaisance
cite-note-2323. â Preismedaille Weltausstellung Chicago 1893 Entworfen von Augustus Saint-Gaudens (1848â1907) zu sehen in Stiftung Moritzburg â Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt